Vom 3D-Scan zum CAD-Modell – Workflow mit 0,02 mm Genauigkeit
3D-Scan, Mesh, CAD-Rekonstruktion und Simulation: ein durchgängiger Weg von der realen Geometrie zum nutzbaren Modell.
Bei Bestandsanlagen und älteren Komponenten fehlen die CAD-Daten häufig ganz. EXARON zeigt am Beispiel eines Zoom H6 Recorders, wie aus dem realen Bauteil ein simulationsfähiges Modell wird. Der Ablauf ist derselbe für Bauteile, Baugruppen und ganze Anlagenbereiche – nur der Detailgrad unterscheidet sich.
Ausgangspunkt
Fehlt das Modell oder stimmt es nicht mehr mit der Realität überein, beginnt jede Konstruktion, jede Kollisionsprüfung und jeder Umbau mit Annahmen. Diese Annahmen fallen später auf – meist in der Fertigung oder bei der Montage.
Reality Capture liefert die fehlende Geometrie. Entscheidend ist aber, was danach passiert: Eine Punktwolke allein ist noch kein Modell, mit dem sich konstruieren lässt.
Video ansehen: 3D Scan to CAD/SIM Workflow – Zoom H6 Recorder
Umsetzung
Erfassen: Die Geometrie wird direkt am realen Bauteil aufgenommen, im Referenzbeispiel mit einem Shining FreeScan Omni Lite.
Aufbereiten: Die Rohdaten werden bereinigt, ausgerichtet und strukturiert. Es entsteht eine saubere Punktwolke beziehungsweise ein Mesh.
Rekonstruieren: Über EXModel entsteht daraus ein CAD-Modell im passenden Detailgrad, bei Bedarf ergänzt um 2D-Ableitungen oder BIM-Modelle.
Nutzen: Das Ergebnis geht direkt weiter – im Beispiel bis in eine Simulation in Visual Components.
Leistungen
- 3D-Scanning
- Reality Capture
- Reverse Engineering
- Scan-to-CAD
- Datenaufbereitung
- Simulation

Ergebnis
Je nach Aufgabe arbeitet EXARON zwischen 0,02 mm und 10 mm Genauigkeit. Ein Bauteil für die Rekonstruktion wird anders erfasst als eine Halle für die Layoutplanung.
Auch die Ausgabe richtet sich nach der weiteren Verwendung: Punktwolken als e57 oder las, Meshes als OBJ oder PLY, CAD-Daten als STEP oder IGES, dazu DWG und IFC für Planung und BIM. Das Ergebnis passt damit in die bestehende Werkzeugkette, statt eine neue zu erzwingen.
Mehrwert für den Kunden
- belastbare Geometrie statt Annahmen in der Konstruktion
- Kollisionsprüfung und Einbauuntersuchung vor der Fertigung
- Ersatzteile und Nachbauten auf Basis des realen Ist-Zustands
- Grundlage für Fabrikplanung, Simulation und virtuelle Inbetriebnahme
- Daten im Format, das die nachgelagerten Werkzeuge wirklich brauchen
So wird aus einem Scan kein Bild, sondern eine Datenbasis: nutzbar in Konstruktion, Prüfung und Simulation.